Aufwerten statt wegwerfen

Aus alt mach neu

Teilnehmerinnen von Start 1 üben sich im Upcyceln

Mit Federn, Perlen, Knöpfen und Spitze haben die Teilnehmerinnen von Start 1 des gemeinnützigen Ausbildungsprojekts FAPRIK wertlose Konservengläser verziert – und so schicke Stiftebehälter, Vasen und Teelichthalter hergestellt. „Wir haben uns im Unterricht im Fach Umweltschutz mit dem Thema Upcycling auseinandergesetzt“, berichtet Lehrerin Dilek Tanner. Die jungen Frauen hätten zum ersten Mal erfahren, was für tolle Dinge aus Müll hergestellt werden können. So präsentieren Models auf Modenschauen teure Designerkleider aus Plastik und aus Fischernetzen oder Autoreifen werden hippe Taschen oder Armbänder hergestellt.

 

Normalerweise stand auf dem Stundenplan der Teilnehmerinnen, praktische Erfahrungen im Betrieb zu sammeln. „Doch wegen der Coronapandemie fielen alle Praktika aus,“ sagt Dilek Tanner. Um den jungen Frauen trotzdem etwas Abwechslung zu ermöglichen, kam das Team von Start 1 auf die Idee mit dem Upcycling. Nach einer theoretischen Einführung konnten die Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen selbst aktiv werden. „So konnten sie mal etwas Neues ausprobieren“, betont die Lehrerin. Mit einer Heißklebepistole, Filz, Wolle, Stoff & Co. gestalteten sie ganz individuell ihre Einweggläser – und waren sehr stolz auf das Ergebnis. „Als wir den Raum verdunkelt und die Teelichter angezündet haben, waren alle richtig beeindruckt“, berichtet Dilek Tanner. Für das Team von Start 1 steht nach der tollen Erfahrung fest, dass Upycling auch für künftige Teilnehmerinnen ein Thema sein wird.

 

Das Projekt wurde mit der Gruppe der geflüchteten Teilnehmerinnen und der Berufsvorbereitungsgruppe durchgeführt.

Weihnachtswaffeln mit Glücksgefühl

Weihnachtswaffeln mit Glücksgefühl

Start 1 lädt ein zum Adventsbasar im Startorante

Leckere Waffeln zur Weihnachtszeit: Die Teilnehmerinnen des Projekts Start 1 laden ein zu einem kleinen Adventsbasar. An drei Donnerstagen – am 26. November, 3. Dezember und 10. Dezember, jeweils 11 bis 14 Uhr – verkaufen sie im Foyer des Stadtteilrestaurants Startorante im Gallusviertel selbstgebackene Waffeln. „Wir wollen für Weihnachtsstimmung sorgen und die Zeit für eine gemeinsame Aktivität nutzen“, sagt Ausbilderin Jekatarina Jekimova vom gemeinnützigen Ausbildungsprojekt FAPRIK in Frankfurt am Main. Für die Teilnehmerinnen sei es sehr spannend, das Projekt gemeinsam vorzubereiten und selbst auf die Beine zu stellen.

 

„Dieses Jahr war wegen Corona nicht so gut, die Menschen konnten weder ins Kino noch ins Schwimmbad gehen“, sagt Teilnehmerin Donyeta, 19. „Mit unseren Waffeln wollen wir ihnen ein Glücksgefühl verschaffen.“ Außerdem wollen die Teilnehmerinnen praktische Erfahrungen sammeln. „Wir wollen Spaß haben und dabei etwas lernen“, sagt Yozlyam. Die 20-Jährige möchte eine Ausbildung zur Verkäuferin machen. An ihrem Stand verkaufen die Teilnehmerinnen auch Weihnachtsdekoration aus dem Schubladen. Das Geld aus dem Adventsbasar möchte die Klasse dafür nutzen, um einen Ausflug zu unternehmen, zum Beispiel gemeinsam Bowling spielen.

Frauen in Bewegung

Frauen in Bewegung

Neues Sportangebot von Start 1

Neben Sprachförderung steht für die Teilnehmerinnen des Projekts Start 1 jetzt auch Sportunterricht auf dem Stundenplan. Bei schönem Wetter spielten die Frauen im Park gemeinsam Basketball, berichtet Lehrerin Dilek Tanner. „Sie haben sehr viel Spaß.“ Viele der Teilnehmerinnen hätten sich vorher kaum bewegt. Vor allem geflüchtete Frauen hätten wenig Bezug zu sportlichen Aktivitäten gehabt. Damit sich das ändert, machen sie jetzt einmal pro Woche zwei Stunden lang Sport. „Sie sind total motiviert“, sagt Tanner. „Und würden am liebsten in der Pause weiterspielen.“

 

Noch trainieren die jungen Frauen Basketball draußen in einer Sportanlage in einem Park im Gallusviertel, wenn es kälter wird, soll es Sportangebote in der Geschäftsstelle des gemeinnützigen Ausbildungsprojekts FAPRIK geben, etwa Yoga, Pilates und Selbstverteidigung.

 

Die Frauen arbeiten alle daran, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, um danach entweder ihren Schulabschluss zu schaffen oder eine Ausbildung beginnen zu können. Auf dem Stundenplan steht neben Deutsch als neues Fach auch Umweltschutz, außerdem EDV, PoWi, interkultureller Austausch und gesunde Ernährung, außerdem kochen die Teilnehmerinnen einmal pro Woche zusammen.

Glückwunsch zur Abschlussprüfung

Glückwunsch zur Abschlussprüfung

Im SchubLaden und im Startorante haben zwölf Azubis ihre Ausbildung erfolgreich beendet

Zwölf Azubis des gemeinnützigen Ausbildungsprojekts FAPRIK haben erfolgreich ihre Ausbildung beendet. „Das freut uns sehr“, sagt Geschäftsführerin Maud Beeskow in Frankfurt. „Da weiß man, warum man seine Arbeit macht.“ Beim Schubladen in Frankfurt-Bornheim konnten sich alle sieben Prüflinge über ihren Abschluss freuen, drei davon glänzten mit Note eins im Zeugnis. Im Stadtteilrestaurant Startorante bestanden fünf von sieben Azubis die Prüfung auf Anhieb. „Das ist ein gutes Ergebnis“, sagt Ausbilderin Monika Vohs.

 

Im Schubladen feierten die jungen Frauen ihren Abschluss mit einer Feier im kleinen Kreis draußen im Hof hinter dem Schreibwarenladen. Ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Startorante servierten Häppchen und Sekt. „Das war richtig schön“, berichtet Ausbilderin Beate Fuhrich. Vier der Azubis schlossen ihre dreijährige Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel ab, drei machten ihren Abschluss als Verkäuferin– und hängen alle noch ein weiteres Jahr im Schubladen dran, um die Ausbildung zur Kauffrau zu absolvieren. Ihre Ausbilderin Barbara Bicer ist stolz auf die jungen Frauen: „Sie waren sehr ehrgeizig.“ Eigentlich sollten die Prüfungen bereits im Mai stattfinden, wurden wegen der Coronapandemie aber verschoben. Die sieben Azubis hätten die Zeit genutzt, um noch mehr zu lernen und sich noch besser vorzubereiten, lobt Beate Fuhrich.

 

Im Startorante im Gallusviertel schlossen fünf Azubis ihre zweijährige Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe ab, davon vier junge Männer und eine junge Frau. Auch sie hätten sich im Homeoffice gut auf die Prüfungen vorbereitet, sagt Ausbilderin Monika Vohs. Vor den Sommerferien hätten sie sogar noch zwei Wochen lang im Restaurant mitarbeiten können, um für die Praxis zu üben. Der Einsatz hat sich gelohnt. Mit ihrem Abschlusszeugnis in der Tasche suchen sie jetzt eine feste Stelle im Gastgewerbe. Im Startorante sind noch freie Ausbildungsplätze zu vergeben. Bewerbungen bitte an Nafiye Yilmaz.

FAPRIK – Gemeinnützige Ausbildungs- und Handels GmbH
Nafiye Yilmaz – Sozialpädagogin Start III- Startorante
Rebstöcker Str. 49c, 60326 Frankfurt am Main
Telefon: 069 – 73 91 87 26
Nafiye.Yilmaz@faprik.com

SchubLaden: Neueröffnung nach Renovierung

Neueröffnung nach Renovierung!

Der SchubLaden-Bornheim, Spessartstrasse 11 – ein Ausbildungsprojekt der Faprik gGmbH:

Mit einem Sektempfang und einer Tombola mit attraktiven Preisen aus dem umfangreichen Sortiment feiert das Team vom SchubLaden am Donnerstag, 13. Februar, die Wiedereröffnung des Ladengeschäfts nach der Renovierung. Der Ausbildungsbetrieb für junge Frauen – Abschluss Verkäuferin/ Kauffrau im Einzelhandel – ist ein beliebter Treffpunkt im Stadtteil für Groß und Klein-Jung und Alt sowie viele Interessierte, die gerne im bunt gemischten Sortiment nachhaltig und umweltbewusst einkaufen oder auch nur stöbern möchten.

 

„Kurz nach dem 10- jährigen Jubiläum des Schubladens in Bornheim – Nähe Uhrtürmchen-etwas abseits in der Spessartstraße gelegen-, wird der Verkaufsraum komplett renoviert“, berichtet Beate Fuhrich vom gemeinnützigen Ausbildungsprojekt FAPRIK in Frankfurt. Dabei hilft das gesamte Team, Mitarbeiterinnen und Azubis, tatkräftig mit.

 

Ermöglicht wird diese Renovierung vom Lions Club Frankfurt Palmengarten. Ohne dessen finanzielle Unterstützung wäre diese grundlegende Verschönerung nicht umsetzen können. DANKE.

 

Handwerker streichen die Wände und verlegen neuen Fußboden. Bereits seit dem 29. Januar 2020 ist das Geschäft geschlossen. Ab dem 13. Februar wird das Schubladen-Team wie gewohnt schöne Produkte aus umweltfreundlichen Materialien verkaufen, die Freude machen und sich gut als Geschenke eigenen: Zum Beispiel stylishe Wasserflaschen aus Glas, Coffee-to-go-Becher aus Bambus und knallbunte Socken oder auch hochwertiges Kinderspielzeug. Selbstverständlich bieten wir weiterhin das umfangreiche, sorgfältig ausgewählte Programm an schönen Post-und Glückwunschkarten, Büro-und Schreibwarenbedarf sowie den Service eines DHL-Paketshops/Briefmarkenverkaufs an.

 

„Die Neueröffnung wollen wir mit der Nachbarschaft und unseren Kundinnen und Kunden feiern“. Los geht es am 13. Februar 2020 mit den gewohnten Öffnungszeiten 10.00 Uhr,  anschließend wird es ab 13.02 Uhr offiziell:  Tombola, Sekt, Kreppel und Knabbereien laden alle ein, gemeinsam die Wiedereröffnung zu feiern.

 

Das Projekt wird gefördert von der Stadt Frankfurt und der Stiftung ProRegion.

Ausflug in den Palmengarten

Eintrittskarten für Palmengarten

Bahnradler spenden ihren Gewinn beim Stadtradeln

Das Team der Bahnradler hat dem gemeinnützigen Ausbildungsprojekt FAPRIK insgesamt 29 Eintrittskarten für den Palmengarten gespendet. „Darüber freuen sich unsere jungen Frauen sehr“, sagte FAPRIK-Geschäftsführerin Maud Beeskow. „Damit können sie einen schönen Ausflug machen.“ Die Karten kommen unter anderem jungen Frauen zugute, die  ihre Ausbildung machen oder ihren Hauptschulabschluss nachholen. „So können die Teilnehmerinnen neben der Arbeit und dem Lernen auch mal gemeinsam etwas anderes erleben“, fügte Beeskow hinzu.

 

Die Bahnradler haben beim Stadtradeln in Frankfurt ordentlich in die Pedale getreten. Das hat sich gelohnt: Mit mehr als 200 Personen stellten sie das größte Team – und erzielten damit den ersten Preis. Neben einer Urkunde erhielt jeder Teilnehmer vom Umweltamt eine Freikarte für den Palmengarten. Viele von ihnen beschlossen, ihren Gewinn für einen guten Zweck spenden zu wollen. Neben dem FeM-Mädchenhaus und dem Jugendzentrum Ginnheim bedachten sie auch die Auszubildenden der FARIK. Am Mittwoch überreichte Team-Kapitänin Donata Kirchner die Eintrittskarten in der Geschäftsstelle.

Menü mit der Band „the Greyzies“

In memoriam „50 Jahre Woodstock“

Leckeres Herbstmenü mit der Band „the Greyzies“

Tolle Stimmung: Zum Ausklang des Jahres wurden am 15. November im Startorante Erinnerungen an Woodstock geweckt. Das gemeinnützige Ausbildungsprojekt FAPRIK lud ein zum leckeren Menü mit dem Duo „the Greyzies“. Die beiden Musiker Thomas Stotz und Johannes Schilling zeigten ihre musikalische Bandbreite von Neil Young über Bob Dylan zu Woodstock. Die Gäste ließen sich von der Musik mitreißen und knipsten die Taschenlampen an.

 

Auf der Speisekarte stand Maronensuppe mit Parmesantaler als Vorspeise, als Hauptgang wurde Brust und Keule von der Freilandgans mit Apfelrotkohl, Bratapfel und Laugenknödel aufgetischt. Und zum Nachtisch gab es einen Dessertteller mit Schokoladen-Lasagne, Lebkuchen-Mousse und Rumfrüchten.

Freiheit auf dem Fahrrad

Freiheit auf dem Fahrrad

Stärkt Mobilität und Selbstbewusstsein: Fahrradkurs für geflüchtete Frauen

In ihren Heimatländern ist Fahrradfahren für Frauen verpönt. Deshalb war der Fahrradkurs in Frankfurt für die acht Teilnehmerinnen aus Afghanistan, dem Iran und Eritrea ein ganz besonderes Erlebnis. „Das Fahren hat ihnen unheimlich viel Spaß gemacht“, sagt Sozialpädagogin Mercia Thym vom allgemeinnützigen Ausbildungsprojekt FAPRIK. „Diese Freiheit kannten sie früher nicht.“

 

Eine Teilnehmerin aus Afghanistan berichtete, dass sie früher ohne männliche Begleitung nicht einmal das Haus verlassen durfte, geschweige denn Fahrradfahren. Eine Frau aus dem Iran durfte als kleines Kind noch ihre Kurven drehen, doch mit der Pubertät war damit Schluss. Seither träumte sie davon. „Fahrradfahren war für sie das Größte“, berichtet Thym. Als die Teilnehmerinnen nach zwei Wochen ihre Zertifikate erhielten, hatten einige Tränen der Rührung in den Augen.

 

Fahrradfahren trage enorm zur Mobilität bei, betont die Sozialpädagogin. Ein Ticket für Bus und Bahn in Frankfurt sei teuer. Das Fahrrad sei eine kostengünstige Alternative – und fördere zudem die Bewegung. Allerdings können sich viele Frauen ein eigenes Fahrrad nicht leisten. Sollte deshalb jemand noch ein kleines Damenfahrrad oder Kinderfahrrad im Keller stehen haben und für das Projekt spenden wollen, würden wir uns darüber sehr freuen. Der Kurs wurde von einem Mitarbeiter des Zentrums für Weiterbildung (ZfW) geleitet. Es war bereits der dritte Durchlauf.

 

Die geflüchteten Frauen nehmen alle am Projekt „Culture Connect“ teil und/oder kommen regelmäßig ins Sprachcafé. Dort erhalten sie Unterstützung dabei, sich in Frankfurt ein neues Leben aufzubauen. Viele würden auch sehr gerne Schwimmen lernen, berichtet Thym. Doch ihre Religion verbietet die Anwesenheit von Männern. Bislang seien die Versuche eines Schwimmvereins gescheitert, ein Schwimmbad zu finden, das so ein Angebot ermöglichen würde.

 

(Letzte Änderung: 23. August 2019)

Kulinarisches mit Ohrenschmaus

Kulinarisches mit Ohrenschmaus

Leckeres Menü mit dem kleinsten Männerchor der Welt

Mit einem leckeren Menü und toller Musik startete das gemeinnützige Ausbildungsprojekt FAPRIK in den Frühling. Am 12. April trat der kleinste Männerchor der Welt im Startorante auf: die „Viertakter“. Das Vokalensemble sang mit ihren wunderbaren Stimmen ein buntes Potpourri. Zwei Tenöre, ein Bariton und ein Bass präsentierten zu dem Dreigangmenü viele Acappella-Leckerbissen. Die Sänger trugen ihre Stücke stimmgewaltig und mit viel Selbstironie und einer Portion Comedy vor.

 

Dazu servierte Küchenmeister Friedel Schober mit den jungen Auszubildenden des Startorante ein Frühlingsmenü. Als Vorspeise stand Atlantikzungenröllchen mit grünem Spargel in Tomatenessenz auf der Speisekarte, als Hauptgang wurde Rinderfilet mit karamellisierten Nüssen und Kartoffelgratin an Keniabohnen aufgetragen. Und zum Nachtisch gab es ein Dessert-Karussell aus Himbeerparfait, Mille Feuille und Birnenragout.

 

Das Drei-Gänge-Menü inklusive Sektempfang kostete 44 Euro. Die vegetarische Variante 40,- Euro. Darin enthalten waren jeweils 10 Euro als Spende für einen Deutschkurs für geflüchtete Frauen.

Abschlussveranstaltung von „Wirtschaft integriert“

Geflüchtete Frauen fit für Ausbildung

Abschlussveranstaltung am 16. November in Oberursel

Die jungen Frauen kommen aus Eritrea, Syrien und Afghanistan – und haben sich drei Monate lang fit dafür gemacht, hier eine Ausbildung beginnen zu können. Mit professioneller Unterstützung durch Fachleute konnten sie in verschiedene Berufe reinschnuppern, wichtiges Basiswissen lernen, Kontakte sammeln und vor allem die deutschen Fachbegriffe üben. Am Freitag, 16. November 2018, fand im Frisiersalon „Aydemir’s Coiffeur & Barbershopt“ von Tolgahan und Taner Aydemir in Oberursel die Abschlussveranstaltung des Projekts „Wirtschaft integriert“ statt.

 

In Kooperation mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirktschaft (BWHW) ermöglicht das gemeinnützige Ausbildungsprojekt FaPrik in Frankfurt am Main zehn jungen Frauen eine gezielte Berufsorientierung. „Wichtig ist vor allem, dass sie ihre Sprachkenntnisse verbessern“, berichtet Sozialpädagogin Sima Mohajer. „Das ist Voraussetzung, um eine Ausbildung beginnen zu können.“ Außerdem werde erst einmal geklärt, welche Voraussetzungen ihnen noch fehlten. Viele Frauen hätten aus ihren Ländern keine Zeugnisse mitgebracht, müssten ihre Abschlüsse erst einmal anerkennen lassen. Die Teilnehmerinnen lernten durch Praktika verschiedene Berufe kennen. Sie arbeiteten im Schubladen in Frankfurt-Bornheim im Einzelhandel mit, lernten im Stadtteilrestaurant Startorante den gastronomischen Bereich durch die Vor- und Zubereitung von verschiedenen internationalen Menüs kennen und widmeten sich im Frisiersalon von Tolgahan und Taner Aydemir in Oberursel der Kosmetik und Körperpflege.

 

So kamen die jungen Frauen drei Monate lang jeden Donnerstag in den Frisiersalon, berichtet Ausbilderin Nuray Aydemir Erdem. Dort durften sie auch schon Kundinnen die Hände massieren und Flechtfrisuren ausprobieren. Neben Pflege, Wellness und Kosmetik lernten sie auch wichtige Infos über Hygiene, Sicherheitsmaßnahmen und Verhaltensregeln. Doch bei der Berufsorientierung geht es noch um mehr: „Die Workshopleiter haben sie auch immer wieder ermutigt und motiviert“, berichtet Nuray Aydemir Erdem. Eine junge Frau macht jetzt zum Beispiel im Anschluss an das Projekt ein Praktikum bei  „Aydemir’s Coiffeur & Barbershop“, mit der Aussicht, danach eine Ausbildung dort beginnen zu können. Und alle Teilnehmerinnen erhielten vom Frisiersalon ein Abschlusszeugnis, das sie ihren Bewerbungen beilegen können.

 

Wirtschaft integriert ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und wird gefördert aus Mitteln des Landes Hessen, des Europäischen Sozialfonds, der Agenturen für Arbeit sowie der Jobcenter. Kooperationspartner sind zudem die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Hessische Handwerkstag und die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Industrie- und Handelskammern.